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https://www.duolingo.com/profile/Micha67630

1000Vokabel Methode

Hey Community.

was meint ihr zu der Aussage, dass 1000 Vokabeln (im Spanischen) reichen um 90% und 2000 für 95% des Alltagswortschatzes ausreichen? Im Internet gibt es wohl eine Liste http://www.1000vokabeln.de/ mit diesen Wörtern, also die am häufigsten benutzten.

Meine Frage: -Ist diese Erkenntnis in duolingo schon eingeflossen? -Nach welchen Kriterien werden Vokabeln hier eingesetzt?

December 9, 2016

3 Kommentare


https://www.duolingo.com/profile/MelvilQ

Interessante Frage! Also hier in Duolingo lernt man ungefähr 2000 Wörter, darunter die 1000 häufigsten und dann noch ein paar Tiernamen etc., die eher nicht zu den häufigsten Wörtern zählen (el coronel, el commandante, you name it). Die Reihenfolge im Baum ist vollkommen unabhängig vom Nutzen des Wortes (man lernt erst mal Tiere und Essen und einige grundlegende Wörter wie "die Sache" etc. kommen erst am Ende). Der Wortschatz ist relativ deckungsgleich in allen Kursen, die ich bisher so gemacht habe, und teilweise ein bisschen von der US-amerikanischen Kultur geprägt (Militär hurra, Sandwich).

Es stimmt, dass man mit 1000 Wörtern 80% eines durchschnittlichen Gesprächs (oder wars ein Text?) abdeckt und mit 2000 sind's glaube ich 90% und mit 3000 95% und dann geht das immer so weiter und konvergiert langsam gegen 100%. Das Argument wird oft dazu verwendet, um die Leute zum Sprachenlernen zu motivieren (nicht viel Arbeit, alles ganz easy, fluent in 3 months, ...).

ABER: Das ist nur die halbe Wahrheit. Wenn ich dir eine deutsche Zeitung gebe und alle Wörter schwärze, die nicht zu den 1000 häufigsten Wörtern gehören oder Eigennamen sind, dann wird da zwar nur jedes fünfte Wort schwarz sein, aber es wird trotzdem schwierig, den Sinn zu erkennen, weil die seltenen Wörter in einem Text in der Regel die sinnhaltigen sind. Das merke ich ständig, wenn ich versuche, mit meinen Sprachpartnern auf Skype über Dinge zu reden, die über ein bisschen Smalltalk hinausgehen: z.B. kulturelle Unterschiede, aktuelle politische Ereignisse oder was man in seinem Studium/Job so macht. Da fehlt einem immer genau das eine entscheidende Wort, was dem Satz den Sinn verleiht, den man ausdrücken will.

Noch was, was ich irgendwo im Internet gelesen habe: Mit 1000 Wörtern im aktivem Wortschatz hat man das CEFR-Niveau A1. Mit 2000 hat man A2. Und dann immer wieder 1000 Wörter dazu, bis man mit 6000 Wörtern C2 hat. Andere sagen, dass sich die Anzahl der Wörter mit jedem Niveau verdoppelt (also 1000, 2000, 4000, 8000, etc...). Letzteres kommt mir realistischer vor.

Das klingt einschüchternd, wenn man sich vorstellt, diese Anzahl an Wörtern sich mit den Methoden reinzuboxen, die man in der Schule gelernt hat. Aber da gibt es heutzutage Gott sei Dank bessere Mittel und Wege. Spaced Repetition Systems (z.B. Anki), Duolingo und viele andere Websites und Apps. Und man kann mit Muttersprachlern skypen, Filme gucken, Bücher lesen, Radio hören. Macht alles riesig viel Spaß :)

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