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Sprachqualität und Betonung

Hannibal-Barkas
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Ich mache derzeit den Reverse Tree (F -D) und bin von der zum Teil falschen und irreführenden Betonung enttäuscht. Da frage ich mich, wie das in anderen Sprachen ist, von denen man keine Ahnung hat. Kann man sich überhaupt trauen, das Gelernte bei Muttersprachlern anzuwenden? Hat hier jemand Erfahrungen?

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Vor 1 Jahr

3 Kommentare


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InuzukaShino
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Ja, den Gedanken hatte ich auch oft, nicht nur bei den Duolingo-Vertonungen. Auf Duolingo und in vielen Lehrwerken klingt Deutsch meist farblos, die Sätze werden mit einer unnatürlichen Sprachmelodie gesprochen und insgesamt wirkt die Sprache eher langweilig - das finde ich sehr schade. Kaum ein Deutscher wird so sprechen. Hinzu kommen noch unsere vielen, schönen Dialekte, die die Sprache noch bunter und lebendiger machen...na ja.

Was die Duolingo-Vertonungen angeht, so erwarte ich davon nicht zu viel. Im meinem aktuellen Hauptkurs Polnisch sind diverse Vertonungen schlicht falsch, bei Fragen wird die Intonation am Ende nicht angehoben etc. pp. Die Vertonungen klingt lt. einem polnischen Bekannten höchst unnatürlich und teilweise sogar grundlegend falsch.

Aber so wie wir Ausländer auch einigermaßen verstehen, wenn sie Deutsch nicht ganz korrekt betonen, wenn sie nicht alles richtig aussprechen und teilweise noch nicht einmal die grundlegendsten Grammatikkenntnisse besitzen, genauso verstehen uns andere Muttersprachler trotzdem einigermaßen, auch wenn wir nicht perfekt sprechen. Ich glaube, oft wird honoriert, wenn man es überhaupt versucht.

Um die Prosodie einer Sprache wirklich zu erlernen, reicht Duolingo jedoch nicht aus. Ich nutze dafür einerseits Sprachpodcasts wie languagepod101.com (z. B. japanesepod101.com), weiterführende Sprachkurse mit Vertonungen von Muttersprachlern von verschiedenen Verlagen (Pons, Langenscheidt, Huebner...), Video-Clips in der gewünschten Sprache auf den verschiedenen Videoportalen zu Themen, die mich interessieren und Kontakte zu Muttersprachlern für den Sprachaustausch (die können mir dann auch gleich sagen, ob die Vertonungen der Sprachkurse in Ordnung sind ;-) ).

Auf languagepod101.com gibt es die Möglichkeit, Gesprochenes aufzunehmen und mit den von Muttersprachlern gesprochenen Lehrdialogen zu vergleichen - Satz für Satz. Man kann dann so lange üben, bis man so ähnlich klingt, wie die Muttersprachler auf den Aufnahmen - das finde ich sehr effektiv.

Aber auch wenn die Vertonung der Sätze in Duolingo noch verbesserungswürdig ist, habe ich trotzdem während der Arbeit mit dem Kurs langsam ein Gefühl für die Sprache, den Satzbau und die Wörter bekommen und habe gelernt, die fremdartigen Laute immer besser zu unterscheiden, so dass ich inzwischen auch einiges in Videoclips im Internet oder auch in Gesprächen zwischen Muttersprachlern unterscheiden und teilweise auch verstehen kann.

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AntwortenVor 1 Jahr

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Hannibal-Barkas
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Domo arigato, damit kann ich was anfangen. Ich versuche es mal mit den Poscasts.

An die blecherne Aussprache von Satzbausteinen, die klingen wie eine Bahnsteigdurchsage, habe ich mich gewöhnt. Wenn aber Maße (Abmessungen, langes A) mit Masse (kurzes A, Gewicht) verwechselt werden endet bei mir der Spass. Dagegen ist ein Kamel mit langem A (statt langem E) eine lässliche Sünde.

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AntwortenVor 1 Jahr

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InuzukaShino
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Dō itashimashite! :-)

Ja, da gibt es so einige Fälle im Deutschen, an denen es unverständlich wird, wenn man die Wörter falsch betont - nur leider fallen einem die selten ein, wenn man Beispiele nenen möchte ;-)

Z. B.

Die Hochzeit (gedehntes, eher geschlossenes "o") der deutschen Kultur.

Die Hochzeit (kurzes, offenes "o") fand in einer Kirche statt.

Verwendet man in den Sätzen die jeweils andere Aussprache, werden sie nahezu unverständlich.

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AntwortenVor 1 Jahr