https://www.duolingo.com/mandragora8888

Confusio linguarum ? :-)

Voller Bewunderung sehe ich bei vielen Lernenden hier, dass sie zum Teil sehr viele Sprachen gleichzeitig „bearbeiten“. Spitzenreiter bisher ist eine Person, bei der ich sogar 25 (!!!) Sprachen im Profil zählen konnte. WOW! Nur frage ich mich natürlich jetzt, wie das eigentlich gehen soll und ob das überhaupt einen Sinn macht? Wie macht IHR das? Was motiviert Euch dazu eine neue Sprache in Angriff zu nehmen? Wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt dafür? Läuft man nicht Gefahr (bei mehr als 6-8 Sprachen), dass man sich verzettelt und letztlich in jeder dieser Sprachen nur an der Oberfläche kratzt? Die Verlockung ist natürlich groß, zumal bei der Auswahl der Kurse, die auf Englisch basieren. Das habe ich selbst gemerkt, als ich gegen meine sinkende Motivation ankämpfen musste, die in meinem Englisch-Lernbaum ab Level 23 durch die (gefühlt) unendlichen Wiederholungen eintrat und ich dringend Abhilfe schaffen musste. Der hier oft empfohlene Umkehrkurs Deutsch-Englisch riss mich nicht vom Hocker, also beschloss ich 2 Sprachen zu wählen, in denen ich gewisse Vorkenntnisse habe. Das war eine „echte“ Herausforderung, denn dadurch konnte ich wirklich meine bisher erworbenen Englisch-Kenntnisse testen und lernte/lerne dabei auch sehr viel Neues. Doch erwischte ich mich gleichzeitig auch dabei, dass ich dadurch meinen Englisch-Kurs vernachlässigte… Jetzt verbrachte ich meinen ganzen Urlaub damit täglich SEHR intensiv zu üben, jedoch gelang es mir nicht mein Ziel zu erreichen und den Baum komplett auf Gold zu setzen, denn es fehlen mir noch immer 24 Kronen. Natürlich gebe ich nicht auf, denn nach 5 Monaten Duolingo mach es mir immer noch sehr viel Spaß und Freude, auch wenn ich ab morgen dann leider weniger Zeit für die Übungen haben werde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen schildert.

Beste Grüße aus dem sonnigen Norden!

mandragora :-)

Vor 4 Monaten

11 Kommentare


https://www.duolingo.com/Geomethrie
Geomethrie
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Ich habe mit Französisch angefangen, das war ziemlich lange mein Schwerpunkt. Als ich den Baum durch hatte, habe ich den Gegenbaum begonnen.
Das ist eine sehr gute Ergänzung, insbesondere auch die Kommentare von französischen Mutternsprachlern.

Dann konnte ich mich nicht entscheiden :-). Und habe sowohl mit Niederländisch als auch mit Spanisch begonnen. Dafür nehme ich in Kauf, dass ich langsamere Fortschritte mache.

Von einem recht bekannten Sprachenkönner (YouTube - leider finde ich den Beitrag nicht mehr) habe ich den Tipp gehört, maximal zwei neue Sprachen zu lernen, die nicht zu ähnlich sein sollten.

Andererseits wird es wirklich einfacherer, da die Sprachen oft Gemeinsamkeiten haben, sodass man es besser " abspeichern" kann.

Mit Duolingo kann man die Grundlagen lernen, wenn du aber tiefere Kenntnisse erarbeiten willst, musst du irgendwann alternative Quelle suchen. Podcasts, Filme, Muttersprachler etc. Aber für den Einstieg, insbesondere wenn es deine zweite Fremdsprache ist, die du hier lernst, ist es einfach klasse.

Ich bin begeistert, wie ich nebenher Französisch gelernt habe. Inzwischen weiß ich eine Menge und müsste mehr Alternativen suchen, dafür benötigt man allerdings auch Zeit :-).

Viel Spaß bei DL, Geo.

Edit: Such mal nach Luca Lampariello bei YouTube. Er kann viele Sprachen und seine Tipps haben Hand und Fuß.

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/Strandfloh
Strandfloh
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Zwei Seelen, ein Gedanke, aber du warst mal wieder schneller :-D.

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/Geomethrie
Geomethrie
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Ich freue mich immer, wenn wir uns begegnen ;-).

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/mandragora8888

Vielen Dank auch Dir Geo für Deine Schilderung! :-) Den Kommentare von Muttersprachlern habe ich bisher nur wenig Beachtung geschenkt, da ich hauptsächlich auf meine Aufgaben fokussiert war. Das werde ich in Zukunft sicherlich auch ändern.

Danke auch für den Hinweis auf Luca Lampariello, den ich bisher noch nicht kannte. Es scheint eine herausragende Persönlichkeit zu sein - werde mir seine Beiträge nach und nach ansehen/anhören. Bisher habe ich nur Vera F. Birkenbihl (Sprachen lernen leicht gemacht) gesehen, die mir allerdings sehr wohl Mut machte, mich neuer Sprachen anzunehmen. Offenbar ist es keine Frage des Alters, sondern eher der Methode, wie leicht/schwer man neue Sprachen lernt und/oder vorhandenes Wissen vertieft und erweitert.

Die Abwechslung versuchte ich schon gleich am Anfang einzubauen: Nachrichten, Song-Texte, kurze Artikel, Märchen, Kinderbücher, Lieder und Lyrik... ect. Das ist auch bis heute so, denn ganze Formulierungen prägen sich mir besser ein, als einzelne Worte ohne Zusammenhang. Manchmal steht mir dann allerdings auch etwas mein Perfektionismus im Wege, der meine Lernerfolge verlangsamt. :-)

Sicherlich werde ich auch weiterhin meine Englisch-Kenntnisse vertiefen, spätesten im Herbst auf meiner Irland-Reise. Das ist immer noch das beste Sprachtraining überhaupt. Und wenn ich dann ganz mutig bin, überlege ich mir vielleicht doch mit Japanisch zu beginnen. :-) Bis dahin werde ich dann noch reichlich mit meiner 2. und 3. Sprache zu tun haben, was ja auch weiter mein Englisch stärkt.

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/Strandfloh
Strandfloh
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meinen ganzen Urlaub damit täglich SEHR intensiv zu üben, [...] immer noch sehr viel Spaß und Freude, auch wenn ich ab morgen dann leider weniger Zeit für die Übungen haben werde.

Aha! Kein Wunder, dass ich verloren habe :'-(

Zum Thema: Natürlich gibt es immer und überall ein paar Überflieger (und auch ein paar "Schummler", wie man leicht auf Duome sieht). Viele gehen aber so vor wie auch Jussel11.

Erfahrene Polyglots empfehlen, sich auf maximal zwei neue Sprachen gleichzeitig zu beschränken, und sie selber sprechen auch selten mehr als 5-8 Sprachen "fließend" (was ja selbst ein dehnbarer Begriff ist).

Für mich war es fast schon anstrengend, mein fast verlorenes Schulfranzösisch wieder aufzufrischen, während ich den Englisch-Baum noch nicht beendet hatte. Also habe ich den schnell durchgemacht, um mich danach auf Französisch konzentrieren zu können.

Wenn ich jetzt Norwegisch lerne, vernachlässige ich Französisch wieder ein wenig. Aber das ist okay, schließlich lerne ich nur zum Spaß :-).

So wirklich Spaß macht mir der German tree selbst zwar auch nicht, aber zumindest lerne ich einiges in den Satzdiskussionen. Die sind oft recht lehrreich, vor allem wenn sich die Leute über Untertöne und Varianten unterhalten.

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/mandragora8888

Moin Strandfloh! :-)

Jou, zwei Wochen Urlaub auf Balkonien, mit Laptop auf dem Schoß und Duolingo quasi "intravenös"... bis mir der Fischkopp "rauchte"! :-) Meine Freundin attestierte mir sogar schon eine gewisse Sucht, was mich aber nicht weiter störte, denn ich deklarierte es einfach als vergnüglichen "Sprach-Urlaub". Ab morgen kannst Du mich dann wieder ein- und/oder überholen, auch wenn ich es Dir gewiss nicht so leicht machen werde! :D

Woran ich "Schummler" auf Duome erkennen kann, hab ich noch nicht rausgefunden. Ist mir eigentlich auch Schnuppe, denn was letztlich zählt, ist die tatsächliche Sprachkompetenz, die keine Statistik erfassen kann. Die beste Bewehrungsprobe ist dann immer noch die direkte Anwendung - entweder vor Ort in den entsprechenden Ländern, oder in einer Konversation mit Muttersprachlern, so man sich nicht nur auf Höflichkeitenaustausch beschränken will...

Wie ich schon in der Antwort an Geo schrieb, werde ich zukünftig wohl etwas mehr Beachtung den Satzdiskussionen widmen, da ich mir gerade vorgenommen habe die Grammatik etwas zu vertiefen. Das könnte eine sinnvolle Ergänzung sein.

Die von Euch hier geschilderten Erfahrungen bestätigen mir letztlich, dass ich mit meiner intuitiven Entscheidung, mich auf nur 2-3 Sprachen zu beschränken, gar nicht so falsch lag. Wenn also jemand gleich 25 Sprachen in seinem Profilbild aufführt, ist es dann wohl eher Wunschdenken, denn Realität?

Ganz richtig, was Du sagst: es muss SPASS machen! :-) Und das ist bei mir nach wie vor der Fall, denn Duolingo wurde zum Teil meines Alltags.

ALOHA & AHOI! mandtagora :-)

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/Strandfloh
Strandfloh
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Woran ich "Schummler" auf Duome erkennen kann, hab ich noch nicht rausgefunden. Ist mir eigentlich auch Schnuppe

Gute Einstellung! Hier siehst du an zweiter Stelle jemanden mit sehr vielen Punkten, aber nur 25 Vokabeln. Der Typ ist auf den Hauptlisten dann auch immer ausgegraut/durchgestrichen, und das gilt auch für ein paar andere auf den Toppositionen.

Wenn also jemand gleich 25 Sprachen in seinem Profilbild aufführt, ist es dann wohl eher Wunschdenken, denn Realität?

Nicht unbedingt. Ich denke, Olja zum Beispiel "kann" sie auch wirklich. Passiv lässt sich viel mehr beherrschen als aktiv. Ich denke schon, dass man ein recht gutes Leseverständnis entwickeln kann, ohne die Sprache aktiv sprechen zu können.

Man kann aber auch immer auf das Level schauen. Viele haben Flaggen mit niedrigen Leveln und habe einfach mal ein wenig probiert. Ist ja auch völlig okay.

etwas mehr Beachtung den Satzdiskussionen widmen

Kürzlich hat jemand gefragt, warum manche Leute hier ihre Muttersprache "lernen"; da geben auch viele Leute die Satzdiskussionen an. Das mache ich auch in Norwegisch, wobei ich dann Norwegisch und Englisch gleichzeitig vertiefe :-).

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/Jussel11
Jussel11
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Je mehr Sprachen man kann, desto schneller und einfacher lernt man noch eine.

Ich konzentriere mich immer nur auf eine Sprache. Gerade lerne ich Englisch. Irgendwann werde ich mal wieder Spanisch stärken und weiter machen.

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/mandragora8888

Heißt das, Du konzentrierst Dich immer nur auf eine Sprache und wechselt dann nach einer gewissen Zeit?

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/Jussel11
Jussel11
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Genau.

Vor 4 Monaten

https://www.duolingo.com/mandragora8888

Danke Jussel11 für Deine Schilderung. :-)

Vor 4 Monaten
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