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https://www.duolingo.com/profile/MelvilQ

Da ist es passiert!

Französisch wurde von Spanisch überholt. Zumindest schon einmal in einem Bundesland. In Hamburg lernen mittlerweile mehr Schüler Spanisch als Französisch, berichtet das Hamburger Abendblatt. Der Französisch-Unterricht wird von Schülern laut einer Umfrage als "sehr stressig und grammatiklastig" empfunden. Die spanische Sprache werde von Schülern zudem sehr viel stärker als eine "globale Sprache" wahrgenommen.

Ich finde es ja total interessant, solche Trends zu beobachten. Das Spanische wird immer populärer. Vor zehn/fünfzehn Jahren hatten wir jeden Sommer zwischen den ganzen englischen Liedern mindestens einen französischen Hit im Radio. Heute hört man Despacito oder La Cintura. Insofern verwundert diese Nachricht nicht wirklich. Die jungen Leute stimmen mit den Füßen ab, wie man so schön sagt. Weg von der steifen Hochkultur, hin zu Sonne, Strand und Siesta. So könnte man diese Entwicklungen interpretieren. Man kann sich aber auch fragen, was unter solchen Voraussetzungen eigentlich langfristig aus der deutsch-französischen Zusammenarbeit wird, die ja der Motor für die weitere europäische Integration sein soll und muss, vor allem jetzt, wo die Briten nicht mehr mit dabei sind.

Jetzt haben wir auf Duolingo ja das große Glück, dass man hier sowohl Französisch als auch Spanisch lernen kann. Dementsprechend finden sich hier sicherlich Fans von beiden Sprachen. Also frage ich einfach mal in die Runde: Was denkt ihr zu dem Thema? Wird sich Französisch langfristig den aktuellen Status erhalten können, oder geht es weiter bergab?

December 8, 2018

8 Kommentare


https://www.duolingo.com/profile/MissyLaMotte

Na ja, es gibt halt weltweit deutlich mehr Menschen, die spanisch als Muttersprache sprechen, als es Französischsprecher gibt. Und sehr viele interessante Länder, in denen eben vorwiegend Spanisch gesprochen wird (obwohl Französisch z.B. in vielen Nordafrikanischen Ländern noch sehr gut als lingua franca taugt und da weit verbreiteter ist als z.B. Englisch oder Spanisch). Das einzige Mal, dass ich mir wirklich gewünscht habe, ich könnte Französisch, war während eines Tunesien-Urlaubs. Aber Schätzungen nach wird die Zahl der Menschen, die Spanisch als Muttersprache sprechen, in den nächsten Jahrzehnten noch massiv wachsen, während sie bei Französisch wohl eher weiter zurückgeht. Gute Gründe für Spanisch also.

Und ich persönlich finde Spanisch etwas leichter zu erlernen, weil die Aussprache einfacher und näher an der Schreibung ist. Klar, je weiter man ins Detail geht, desto komplizierter wird auch Spanisch. Das ist aber bei jeder natürlichen Sprache so. Wenn man eine einfache Lernsprache will, müsste man an allen Schulen mit Esperanto anfangen.


https://www.duolingo.com/profile/Dinoma77

Viele mögen Französisch nicht, aber mir persönlich gefällt es sehr gut, weil es mir besonders logisch erscheint, ähnlich wie Deutsch. Die romanischen Sprachen klingen einfacher, sind es aber nicht wirklich. Sie sind wie das Englisch auf eine andere Weise komplex, wenn man sich wirklich tiefergehend damit befasst. LG Dinoma77


https://www.duolingo.com/profile/MarcelFrey1

Hallo, Spanisch wird dem Französischem auch International den Rang ablaufen. Wenn man sich zum Beispiel den "Power Language Index (PLI)" anschaut, der 20 verschiedene Kriterien nutzt um die internationale Bedeutung einer Sprache zu ermitteln, dann ist das Französische zwar immer noch bedeutender als das Spanische aber Schätzungen zufolge soll bis 2050 das Spanische in Führung gehen. Dann wäre Spanisch auf Platz drei und Französisch auf Platz 4. Aber im Moment ist es immer noch genau andersrum.

Diese Entwicklung spiegelt sich natürlich auch darin wieder, dass jetzt schon immer mehr Spanisch gelernt wird.

Für die die es interessiert, hier die momentane top 10: 1. Englisch 2. Mandarin 3. Französisch 4. Spanisch 5. Arabisch 6. Russisch 7. Deutsch 8. Japanisch 9. Portugiesisch 10. Hindi

Und den Schätzungen zufolge für 2050: 1. Englisch 2. Mandarin 3. Spanisch 4. Französisch 5. Arabisch 6. Russisch 7. Deutsch 8. Portugiesisch 9. Hindi 10. Japanisch


https://www.duolingo.com/profile/lingoexper

Ich denke in den meisten Schulen wird Französisch öfter als Spanisch angeboten. Wählt man sich also die zweite Fremdsprache, so bleibt oft neben Französisch nur Latein. Das heute wirklich keine Weltsprache mehr ist. Wie bei dem was alle machen entfällt somit auf Französisch die negative "Mathe-Einstellung"... zumindest machte ich die Erfahrung. Bei den Spanisch lernenden waren überwiegend motivierte Leute. Zu Frankreich kommt der negative Aspekt, dass diese sich teilweise weigern in anderen Sprachen zu kommunizieren.


https://www.duolingo.com/profile/MelvilQ

Ich persönlich habe mich als Schüler tatsächlich für Latein entschieden (die beiden anderen Sprachen habe ich erst innerhalb der letzten Jahre eigenständig aus Interesse gelernt). Latein ist zwar keine lebende Sprache mehr, aber ein super Rettungsanker für Leute, die mit dem Erlernen von lebenden Sprachen in der Pubertät aufgrund von Introvertiertheit, Schüchternheit etc. momentan nicht so viel anfangen können. Abgesehen von der Tatsache, dass es einem noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die eigene Herkunft und Kultur gibt.


https://www.duolingo.com/profile/Geomethrie

Da kann ich nur zustimmen, man musste eine Fremdsprache im Abi belegen und Latein war meine Rettung. (Ist schon ein paar Tage her.) Ich habe es sehr geliebt und beim Erlernen von Französisch war es eine gute Ressource.

Und wie sagte mein Lateinlehrer immer, " Man lernt keine Fremdsprache, um sich im Ausland Pommes zu bestellen." ;-).

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